An einem einsamen Tag

An sich liebe ich die Stille, bin gerne allein, kenne keine Langeweile.
Nun – mich nach einigen schlaflosen Nächten durch die trüben Tage schleppend, empfinde ich Leere, vermisse ein Treffen mit inspirierenden Menschen, das Lesen der Zeitung im Astoria. Missmut schleicht sich heran. Der Gang nach draussen verkommt zur Pflichtübung.
Hat mich die Corona Müdigkeit erfasst? Oder bin ich in das Januarloch gefallen? Im Sternzeichen Widder geborene Menschen können ‚Löcher‘ besonders schlecht aushalten.
Und schon schiessen wieder die selbstkritischen Fragen ins Kraut: Habe ich freundschaftliche Beziehungen zu sehr vernachlässigt? Sind Menschen bloss an mir interessiert, wenn sie mich brauchen – oder wenn sie sich mit einer graduierten Freundin schmücken wollen?

Woher der Unmut?
Wie konnten bloss die Barrieren zum Göttlichen wieder so gross werden? Meister Eckhart dazu:
»Ob der Mensch sich in der Nähe oder in der Ferne Gottes ergehe: Gott geht nimmer in die Ferne, er bleibt beständig in der Nähe; und kann er nicht drinnen bleiben, so entfernt er sich doch nicht weiter als bis vor die Türe.«

Der weisse Engel übermittelte:

»Ich habe dich von jeher geliebt –
Ich werde dich immer lieben –
Ich kann nur lieben –
Ich bin die Liebe –

Verzage nicht ob trüber Gedanken –
Sei nicht verwirrt ob deiner Unsicherheit –
Alles ist bei mir aufgehoben –
Verschwindend klein im hellen Licht.«

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