An einem Regentag

Wasser als geistliches Symbol für Wachstum, Reinheit, Segen
Lebendiges Wasser
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Wenn der Meteorologe Regen verkündet, mit einem leicht betrübten Blick in die Kamera blickend, wie mir jedenfalls scheint, möchte ich ihm zuzwinkern: »Keine Sorge, Regen ist wunderbar.«
Ich erwache gerne, meist entspannt beim Geräusch des Regens, fühle mich unter der warmen Decke geborgen und habe das Gefühl, die Welt sei in Ordnung – besonders nach langen Trockenphasen. Gehen im Regen erfrischt mich. Ich habe einen roten Regenschirm.
Regen belebt, lässt die Bäche lebendiger fliessen, die Wasserfälle fröhlicher sprudeln. Kinder hüpfen ausgelassen in den Pfützen, Tiere löschen ihren Durst und müd gewordene Pflanzen richten sich erneut auf. Regen reinigt und befruchtet. Ein Zuviel allerdings zerstört Strassen, Häuser, die Natur. Bilder von Naturkatastrophen führen uns die Kraft des Wassers vor Augen. Wasser lässt uns nicht nur dankbar, sondern manchmal auch demütig werden.

Hymne auf das Wasser

Du, ewiges Wasser, sei gewürdigt
im befruchtenden Regen – in der gereinigten Natur,
in der sprudelnden Quelle – im tosenden Wasserfall,
im breiten Strom – im stillen See,
im glitzernden Tautropfen – in der grauen Pfütze,
in der gewaltigen Sturzflut wie im sanften Rinnsal.

Du, ewige Lebendigkeit
lässt uns im Fruchtwasser wachsen,
lässt uns vom Quell des Lebens trinken,
spendest uns Frische im Regen,
linderst unsere Schmerzen im heilenden Wasser,
lässt uns ob der gewaltigen Wassermacht erschauern –
und darob demütig werden.

Du, lebendiges Wasser
bringst den Samen in der Erde zum Gedeihen,
reinigst die Welt von ihrem Schmutz,
stillst unseren Lebensdurst.
Sei gelobt für deine Kraft und Klarheit.
Sei gelobt für deinen Segen.

Iba

 

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