Angesagt im 2021

Abgesagt – daran haben wir uns im vergangenen Jahr gewöhnen müssen.
Wird die Reise im Frühling 2021 durchgeführt werden können? Werden wir im Sommer wieder maskenfrei einkaufen? Wird die Wirtschaft sich erholen? Dürfen wir unsere Liebsten wieder umarmen – Verstorbene wieder im Beisein von Freunden, Nachbarn und Kollegen begraben?
Die Pandemie wird uns noch länger Sorgen bereiten. Vieles wird vorerst abgesagt bleiben.
Nicht alles.

Zusammenstehen

Gegenseitige Liebe – immer angesagt

»Auf meiner Reise traf ich einen weisen, alten Mann. Ich fragte ihn: “Was ist wichtiger: lieben oder geliebt zu werden?“ Er sah mich an, lächelte und sagte: „Welchen Flügel braucht ein Vogel zu fliegen? Den linken oder den rechten?“«  (unbekannt)
Lieben wir mehr und lassen wir uns lieben!
Wer vergessen haben sollte, wie Nächstenliebe geht, kann dies in der Bibel nachlesen, beispielsweise bei Lukas 10,25-37.

Solidarität – immer angesagt

Während der Pandemie haben viele Menschen Wichtiges verloren: Liebste Menschen, die Gesundheit, die Existenzgrundlage, das Vertrauen in die Politik. Viele sind aber auch gesund geblieben (bis jetzt), hatten und haben trotz Einschränkungen ein gutes Leben. Geben wir, etwas von unserem Glück weiter! Leben wir mehr wie Brüder und Schwestern, wie Martin Luther King anmahnte:
»Wir haben gelernt, wie die Vögel zu fliegen, wie die Fische zu schwimmen; doch wir haben die einfache Kunst verlernt, wie Brüder zu leben.«

Mitgefühl – immer angesagt

Viele Menschen tragen ein grosses Leid – so viele Eltern sorgen sich um ihre Kinder. Tausende sind heimatlos – arm. Viele haben sich und andere verloren – sehen den Weg nicht. In vielen Situationen können wir leider nicht konkret helfen. Zuhören – spenden – beten, das können wir. Folgen wir dem Aufruf von Dalai Lama:
»Gehen wir voller Mitgefühl auf andere zu, setzen wir der Einsamkeit ein Ende.«
»Die Liebe und das Mitgefühl sind die Grundlagen für den Weltfrieden – auf allen Ebenen.«

Demut – vermehrt angesagt

Die Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell die Dinge aus dem Gleichgewicht geraten. Wir haben nicht alles im Griff. Corona hat die weltweiten Ungerechtigkeiten noch verschärft. Irgendwann wird die Pandemie bewältigt sein, sagen Medizinhistoriker. Man hofft auf ein Leben wie davor. Mit der Klimaerwärmung liegt die Sachlage nochmals ganz anders. Die Bedrohung wird manifest bleiben. Die unter der Wärme seufzende Erde verlangt mehr als Geduld oder Umdenken, sie erfordert demütiges Handeln – langfristig.

Wir hätten unsere Lektion in Demut lernen können. Damit ist nicht etwa die Unterwerfung an Autoritäten gemeint. Ein demütiger Mensch nimmt seine individuellen Interessen zurück, beispielsweise zu Gunsten eines gesunden Klimas. Er setzt nicht immer sein Ego, sondern bedeutsame gesellschaftliche Ziele an die erste Stelle. Das Wohl eines demütigen Menschen ist das Wohl der gesamten Menschheit und der Erde. Das ist die angesagteste Geisteshaltung im 2021, finde ich. Von diesem Dienst an den Menschen sprach schon Mahatma Gandhi:
»Demut bedeutet beharrliches Mühen im Dienst an der Menschheit. Gott ist immer im Dienst.«

Was noch angesagt sein dürfte: Mehr lächeln, danken, beten, schenken, hoffen…. ach, Sie wissen selbst…. – happy new year!

 

 

 

 

 

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