Gefährdete Lungen – gefährdetes Leben

Geheilte Lunge
Heile Lunge – heile Seele

Sauerstoff ist Leben. Diese Energie aus der Luft gelangt über die Lunge in unseren Körper. Im Durchschnitt atmet der Mensch 16-mal pro Minute Sauerstoff ein und Kohlendioxyd aus. Corona stört diesen Austausch. Corona attackiert unsere Lungen und bedrängt damit unser physisches Leben. Corona macht krank.
Die Lunge steht im psychologischen Sinne für Austausch, für Geben und Nehmen, für Kommunikation. Ein lebenswichtiger Prozess für das Seelenleben. Ein Virus vermag ihn empfindlich zu stören. Oder ist es umgekehrt? Ist das Virus da, um uns auf ein Ungleichgewicht im seelischen Bereich aufmerksam zu machen? Sehnt sich die kranke Seele nach Heilung?
Der Heilungsprozess hat in der Krise schon begonnen. Menschen wenden sich einander neu zu, erfinden hunderte von Möglichkeiten, verbunden zu bleiben und einander zu helfen. Sie ist wunderbar, die neue Menschlichkeit.

Grüne Lungen

Die »grünen Lungen«, wie der Amazonas-Regenwald, der etwa einen Fünftel unseres Sauerstoffs produziert, werden durch Brände und Raubbau bedrängt. Im Gegensatz zum Coronavirus, das für das menschliche Auge unsichtbar ist, kann die Menschenhand bei den Attacken auf unsere Weltlungen nicht übersehen werden. Was wenn die kranken, grünen Lungen das Weltklima weiter gefährden?

Weltweite, unsichtbare Lunge

Manchmal stelle ich mir vor, es existiere eine weltweite, unsichtbare Lunge, die geheilt werden möchte. Ich denke dabei an den Hass und die Lügen in der Kommunikation, die Ich-Bezogenheit und das Misstrauen. Braucht es dieses Zerstörungswerk von Corona, damit unsere Welt im Grunde und von Grund auf heilen kann? Auf eine überstandene Grippe folgt neue Gesundheit. Nach einer durchgeseuchten Kinderkrankheit machen Kinder ein Wachstumsschub.

Neue Sorgfalt

In der intensivsten Krankheitswelle ist die Heilung schon erkennbar. Sicher nicht für Alle, einige sterben, andere verlieren ihre materielle Lebensgrundlage. Das Schwere in dieser Zeit darf keinesfalls bagatellisiert werden. Wir dürfen aber auch das grosse und berührende Engagement der Politiker, der Ärztinnen und Pfleger, der Jugend, der Journalistinnen, der Soldaten, so vieler Menschen erleben.
Hoffentlich ist die Solidarität nachhaltig. Hoffentlich lernen wir alle: Es geht sehr gut mit weniger. Hoffentlich entwickeln wir alle eine neue Sorgfalt gegenüber der Schöpfung.

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